Für alle Arten von Rohfellen gilt:

  • nach dem Schlachten/Abbalgen die Felle ausgebreitet auskühlen lassen
  • Fett- und Fleischreste möglichst gründlich entfernen
  • Schwanzknochen usw. auslösen

·         Danach muss die Haut schnellstens konserviert werden, damit Fäulnisbakterien keine Chance haben.

 

Je nach Fellart und Grösse haben Sie folgende Möglichkeit.

 

           1.       Einfrieren

Zuerst das Fell auskühlen lassen und danach in Plastik einzeln verpackt einfrieren. Nach zwei Tagen können Sie die Felle per Express zusenden oder vorbeibringen. Die Rohfelle sollten möglichst nicht auftauen, bis sie bei uns sind.

      2. Trocknen

Zum Trocknen eignen sich Kaninchen Fuchs, Marder, Iltis usw. Das frische Fell wird mit der Lederseite außen über ein in der Form angepasstes Spannbrett oder einen Drahtspanner gezogen. (Bitte achten Sie darauf, dass keine Falten entstehen und sich die Ränder nicht umschlagen.) Danach an einem luftigen trockenen, nicht zu warmen Ort trocknen lassen. Den Fellspanner nach ein paar Tagen entfernen und das Fell wieder aufhängen.

      3. Einsalzen und einfrieren

Eingesalzene Felle niemals einfrieren, die entstehende Salzlacke gefriert es bei - 21° Salz

Handelsübliche Geräte brauchen viel zu lange und eine Konservierung funktioniert so nicht richtig, kahlstellen sind vorprogrammiert.

     4. nur einfrieren

Für  Fellarten, Gams, Hirsch, Steinbock, Schwarten, Dachs  ist das Einsalzen eine gute Möglichkeit. Dieses muss aber sehr gewissenhaft durchgeführt werden! Fleisch- und Fettreste entfernen, Bürzel und Klauen auslösen. Danach die ausgebreitete Haut auf der Lederseite mit genügend Salz (einfaches Kochsalz reicht völlig aus) einreiben und offen liegen lassen! Die sich auf der Haut bildende Salzlake muss ablaufen können. Nach 1-2 Tagen nochmals nachsalzen, so dass immer eine Salzschicht auf der Haut zu sehen ist. Das Fell kann nun zusammengeschlagen und luftig und trocken gelagert, oder in Plastik verpackt zum Versand gebracht werden.

 

Achtung

  • Rohfelle niemals in der prallen Sonne oder an der Heizung trocknen und niemals der Feuchtigkeit aussetzen.
  • Rohfelle der letzten Wintersaison sollten spätestens bis Ende April bei uns zum Gerben abgeliefert werden, da sonst der Befall von Schadinsekten (Motten, Speckkäfer) möglich ist.
  • Eingesalzene Felle niemals eingefrieren, die entstehende Salzlacke gefriert es bei - 21° kahlstellen sind vorprogrammiert.